Alte Esel richtig füttern - Esel Edenbauer

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Eselhaltung
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Alte Esel richtig füttern
 
 
Bei älteren Eseln kann es passieren, dass sie plötzlich stark an Gewicht verlieren und beginnen „dürr und ausgezerrt“ auszusehen. Auch ihr Appetit schein nicht wie früher zu sein.
 
Bei „Susi“ einer unserer älteren Esel waren wir schon ganz verzweifelt. Es wurden zahlreiche Bluttests gemacht oder Nahrungsergänzungsmittel verordnet aber kein Tierarzt konnte uns helfen. Eine gute Bekannt mit einem großen Erfahrungsschatz für Equiden gab uns den Tipp, ihre Zähne zu kontrollieren.
 
Zähne kontrollieren
Wenn ältere Esel „schlecht fressen“, kann das Problem daher oft von den Zähnen kommen. Dass ein Esel oder Pferd Probleme beim Kauen hat, erkennt man daran, dass das Tier sehr langsam frisst, hartes Futter wie Karotten oder Brot nicht mehr zerkleinern kann und oft kleine Knäuel von unzerkautem Futter aus dem Maul fallen lässt.
 
Nehmen alte Esel zu wenig Rohfasern über das Raufutter auf oder wandern Heu und Stroh schlecht zerkaut in den empfindlichen Magen-Darm-Trakt, drohen Verdauungsprobleme bis hin zur Kolik.
 
Jetzt wird es Zeit Raufutter in Form von Futterpellets oder geschreddertes Heu oder Stroh anzubieten.
 
Hammermühle
Man kann Futterpellets fix und fertig kaufen oder das eigene Heu mit einer sogenannten „Hammermühle“ eigenständig schreddern. Dafür würde es anschließend sogar eine Pelletpresse geben.
 
Wir haben uns entschieden, unser eigenes Heu mit einer Hammermühle zu zerkleinern, da wir nicht zufrieden waren mit den Pellets, die man zu kaufen bekommt.
 Die Qualitätsstandards gekaufter Pellets sind bestimmt hoch und die Inhaltstoffe teilweise bestimmt in Ordnung. Dennoch werden die industriell hergestellten Pellets oft mit Fruchtzucker versetzt, damit sie besser in Form bleiben.
Das zieht natürlich unheimlich viele Fruchtfliegen an, wenn die Pellets, so wie wir es machen, zum Aufweichen mit Wasser kurz stehen gelassen werden. Die gefühlten „Millionen“ Fruchtfliegen haben uns einfach abgeschreckt und wir haben uns entschieden uns eine Hammermühle zu besorgen.
Mit dieser Hammermühle ist es möglich alle Arten von Getreide, Sägespänen, Hackschnitzel, Heu, Papier, Laub, usw. zu mahlen.  Durch den Einsatz von verschiedenen Sieben, ist es theoretisch möglich, das Material in verschiedenen Korngrößen zu produzieren.
Bei der Herstellung von eigenen Futterpellets haben wir auch den Vorteil der eigenen Zusammenstellung unseres Futters. So können wir, wenn wir wollen, das Heu mit Getreide, Hafer, udgl. auf unsere eigenen Bedürfnisse zusammensetzen und natürlicherweise eine abgestimmte Menge an wichtigen Zusatzstoffe, wie Mineralien und Vitamine zuführen.
Im Moment halten wir es aber einfach und unser Heu wird lediglich kleingeschreddert. Mineralien und „Müsli“ geben wir händisch kurz vor der Verfütterung dazu.
Bis jetzt haben wir noch keine einzige Fruchtfliege im geschredderten Heu aus eigener Erzeugung sichten können und der Effekt, der diese Fütterung für unsere „Susi“ hat, kann sich sehen lassen. Jetzt sieht sie wieder kerngesund aus und ist fröhlich und motiviert.
Fazit: Alte, abemagerte, lustlose Esel müssen nicht zwingend an irgendwelchen Nährstoffmängel oder sonstigen Krankheiten leiden. Zähne kontrollieren und die Fütterung anpassen, das hat bei uns Wunder gewirkt!
         

 
 
 


 
© Fam Knabl vlg. Edenbauer 2018
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